Geruchsbelästigung

14. November, 2023

Eine Geruchsbelästigung ist eine Belästigung die durch übel riechende Stoffe entsteht.

In  Bezug auf das Projektvorhaben Rondo Kraftwerk ist die zu erwartenden Geruchsbelästigung einerseits die Belästigung, die durch den Geruch des herbeigeführten Abfalls im Nahbereich des Kraftwerks für die Anrainer und die nähere Umgebung entsteht, wenn die Abfälle im Rahmen des Entladevorgangs einen unangenehmen Geruch verbreiten und es dadurch zur Belästigung kommt.

Andererseits wird die große Menge an Rauchgas das durch die Verbrennung des Abfalls entsteht zur Geruchsbelästigung führen.

Dies wird vor allem bei ungünstiger Witterung der Fall sein, wenn die Rauchgase durch Fall-Wind heruntergedrückt werden oder in dem Fall wenn – wegen der Inversion die Rauchgase sich im Dunst oder Nebel im Kaltluftsee konzentrieren.

Diese Geruchsbelästigung wird also durch die übel riechenden Rauchgase entstehen, die durch den Kamin in die Umwelt gelangen.

 

In Bezug auf die Geruchsbelästigung durch das Rondo Kraftwerk kann man  folgendes festhalten:

An den Wochentagen wird der größere Teil des brennbaren Abfalls von auswärts per LKW zum Rondo Kraftwerk herbeigeführt und vorerst in einem großen Silo gelagert.

Dieser Entlade- Umlade-Vorgang verursacht den üblen Abfallgeruch – wie oben stehend erwähnt.

Von diesem Silo weg werden die brennbaren Abfälle kontinuierlich durch eine maschinelle Vorrichtung der Verbrennungsanlage zugeführt (und zwar bis zu rund 100 Tonnen Abfall täglich)

Sodann entsteht Geruchsbelästigung – die nicht nur den Nahbereich belasten wird durch die kontinuierliche Verbrennung des Abfalls, wobei durch die Verbrennung von  4, 16 Tonnen Abfall pro Stunde  70.000 Kubikmeter Rauchgase entstehen, die aus dem Kamin des Rondo Kraftwerks in die Umwelt gelangen.

Zu gewissen Zeiten werden diese Rauchgase bzw. dieser Rauch  zwar ungehindert in große Höhe aufsteigen und vor Ort keine Belästigung verursachen.

Zu anderen Zeiten – und zwar relativ häufig – wird dies jedoch wegen den örtlichen Gegebenheiten (häufige Inversion mit Dunst und Nebelbildung) der Fall sein.

Dabei wird die Dampfproduktion – wie sie durch die Wellpappe-Fabrikation entsteht – die Dunst und Nebelbildung lokal noch verstärken – und damit die Geruchsbelästigung weiter potenzieren.

Abhängig von Wind und Wetter wird es also in Frastanz und Umgebung nach verbranntem Abfall riechen / stinken bzw. kommt es durch die Rauchgase zur Geruchsbelästigung.

 

Diesbezüglich kann man unterschiedliche Situationen unterscheiden in deren Folge es durch die Rauchgase zur Geruchsbelästigung kommt:

 

1.) Geruchsbelästigung als Folge der Konzentration der Luftschadstoffe im Kaltluftsee – bei Inversion:

Bei Inversion staut sich der Rauch des Rondo Kraftwerks im Kaltluftsee auf.

Die Rauchgase sammeln sich im Dunst oder Nebel.

Dabei kommt es, weil der Kaltluftsee am Talgrund liegt, zur Konzentration der Schadstoffe in der Atemluft.

Ab einer gewissen Konzentration kann man die Rauchgase – den Geruch nach verbranntem Abfall – riechen.

Und ab einer gewissen Schwelle erreicht der Geruch nach verbranntem Abfall das Ausmaß einer erheblichen Geruchsbelästigung.

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Neben Frastanz werden bei Windstille – als Folge dieses Effekts der Inversion – auch die Nachbarorte Göfis, Satteins, Nenzing, Schlins, Bludesch, Thüringen usw. in Richtung Bludenz betroffen sein, wenn der Kaltluftsee sich mehr und mehr mit Schadstoffen/Geruchsstoffen füllt.

-> Siehe folgende Fotos:

Foto B (siehe Rauchfahne in der Mitte des Bildes – bei Inversion mit dichterem Nebel über Frastanz)

Foto C (siehe Richtung der Luftströmung über der Kirche von Frastanz – bei Inversion)

Foto D (siehe Luftströmung in Richtung Göfis-Römerstraße – bei Inversion mit Nebel am Talgrund)

Foto E (siehe leichte Luftströmung in Richtung Osten – links mit Dampfwolke aus dem derzeitigen Rondo Werk (2023) – bei Inversion mit Nebel am Talgrund)

Foto F (siehe leichte Luftströmung – an Rauchfahne erkennbar – bei Inversion mit aufgelockertem Nebel am Talgrund des Kaltluftsees.

 

Bei leichter Luftströmung nach Westen in Richtung Feldkirch werden bei  Inversion und Rückstau der Schadstoffe im Kaltluftsee

neben Frastanz auch die Felsenau, Maria-Ebene, Feldkirch Letze, Feldkirch Tisis, die Altstadt von Feldkirch usw. betroffen sein.

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.-> Siehe folgende Fotos:

Foto G (siehe leichte Luftströmung von Frastanz kommend in Richtung Felsenau-Illschlucht, Feldkirch Letze und Feldkirch Altstadt)

Foto H (siehe leichte Luftströmung bei Inversion mit Nebel am Talgrund im Kaltluftsee – in Richtung Feldkirch von Frastanz kommend).

-> Siehe auch folgende Videos:

Die Videos zeigen eine leichte Luftströmung in Richtung Feldkirch – von Göfis (Ecktannen) aus aufgenommen – bei Inversion.

Video 1 und Video 2.

 

Lang anhaltende Nebelsituation im Rheintal und Walgau – bei stabiler Schönwetterlage im Winter:

Foto A

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Text zur Abbildung: Im Kaltluftsee staut sich der Rauch (in Dunst oder Nebel) auf. Dadurch kommt es zum Anstieg der Schadstoffe und damit auch zum Anstieg der Geruchsstoffe. Je nach Sachverhalt und Situation bewirkt dies eine erhebliche Geruchsbelästigung. Je nach Höhe der Nebeldecke wird ein mehr oder weniger großer Bereich von der Geruchsbelästigung betroffen sein.

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2.) Die Rauchgase werden durch die Luftströmung an bestimmte Orte getragen:

Die Luftströmung befördert die Rauchgase gemäß der vorherrschenden Luftströmung an bestimmte Orte.

Zum Beispiel kennt man in der Gemeinde Göfis die Luftströmung, die aus dem südlich gelegenen Saminatal kommend die Geruchsstoffe des Lebensmittelhersteller 11-er GmbH in den Ort bringt.

Demgemäß riecht es in Bereichen von Göfis – hier vor allem im sogenannten Unterdorf – manchmal auch in Teilen des Oberdorfs als Folge der industriell verarbeiteten Kartoffeln nach „Pommes frittes„.

Die Luftströmung befördert also den typischen „Pommes-frittes-Geruch“ abhängig von Wind und Wetter in unterschiedliche Richtungen.

Demgemäß berichten auch Bewohnern aus Frastanz: aus dem Ort selbst, aus Nenzing Heimat, Frastanz-Fellengatter usw. von derartigen Geruchsbelästigungen. Zeitweise tritt der typische Pommes-frittes-Geruch auch in Feldkirch in der Altstadt auf, wie Bewohner berichtet haben (wahrscheinlich wenn die Luftströmung des Kaltluftsees nach Feldkirch durch die Illschlucht abfließt).

Gemäß dieser Art von Geruchsbelästigung wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit bei Bewilligung des Rondo Kraftwerks an den genannten Orten in Zukunft zu einer anderen Art von Geruchsbelästigung kommen – es wird dann zusätzlich zum Pommes-frittes-Geruch der Geruch nach verbranntem Abfall die Menschen belasten.

Jedoch mit dem Unterschied der wesentlich größeren Intensität– wenn man an die große Rauchgasmenge70.000 Kubikmeter pro Stunde – bedenkt.

 

 

Lokal auftretende Geruchsbelästigung durch Rauchgase aus dem Rondo Kraftwerk  – durch Luftströmung befördert:

 

 

Text zu Abbildung: Im skizzierten Fall gelangt der Rauch aus dem Rondo Kraftwerk von Frastanz mit der Luftströmung nach Göfis (Luftstrom aus dem Saminatal). Dann ist in Teilbereichen von Göfis zeitweise der typische „Pommes-frittes-Geruch“ aus Frastanz zu riechen. Wird zukünftig – falls das Rondo Kraftwerk gebaut wird – dann zusätzlich der Geruch nach verbranntem Abfall an gewissen Orten bei gewissen Luft-Strömungsverhältnissen zu riechen sein?

Anmerkung: Der Ausstoß an Rauchgas aus dem Rondo Kraftwerk

wird den Ausstoß des Lebensmittel-Industriebetriebes – der Menge nach – um ein Vielfaches übertreffen!

 

3.) Geruchsbelästigung in höheren Lagen bzw. in höheren Luftschichten – als Folge des Rondo Kraftwerksbetriebs:

Der Rauch aus dem Rondo Kraftwerk wird in Abhängigkeit von Wind und Wetter  zeitweise in gewisse höher gelegene Luftschichten aufsteigen – und sich dort ansammeln.

Demgemäß wird es zeitweise – etwa bei Hochnebel – an höher gelegenen Orten – im Walgau und den Seitentälern – zu gewissen Zeiten nach verbrannten Abfall riechen, weil die Luft-Schadstoffe und damit auch die Geruchsstoffe in dieser Luftschicht sich ansammeln werden.

Es ist also damit zu rechnen, dass je nach Luftströmung der Geruch von verbranntem Abfall auch entferntere Orte zeitweise belasten wird:

So zum Beispiel: Röns/Schnifis/Thüringerberg/Blons/Raggal/Nenzinger Berg (Alpincamping Nenzing)/Bürserberg usw.

Die Zukunft wird weisen an welchen Orten der typische Abfall- Rauchgasgeruch aus dem Rondo Kraftwerk zu riechen sein wird – falls das Kraftwerk bewilligt wird.

Ob man dann noch vom UNESCO Biosphärenpark Großes Walsertal wird sprechen können?

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Text zur Abbildung: Wird man in Zukunft im einen oder anderen Alpin Camping den Rauch aus dem Rondo Kraftwerk riechen?

Wie weit vom Standort Frastanz entfernt wird man in Zukunft sich an den zeitweise auftretenden Geruch nach verbranntem Abfall aus dem Rondo Kraftwerk gewöhnen müssen?

Wie weit hinein wird es die Seitentäler des Walgau betreffen: Bürserberg, Brand, das Große Walsertal?

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Zusammenfassung zur Geruchsbelästigung durch das Projektvorhaben Rondo Kraftwerk:

Viele Menschen werden durch die Geruchsbelästigung als Folge der Abfallverbrennung im Rondo Kraftwerk betroffen sein:

Dies ist ein wesentlicher Punkt warum wir sagen, dass Frastanz kein geeigneter Standort für ein derartiges Kraftwerk ist, bzw. handelt es sich hier um einen problematischen Standort.

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Die Lebensqualtität vieler Menschen wird durch die Schadstoffe/Geruchstoffe aus dem Rondo Kraftwerk betroffen sein!

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Wie wird sich dies auf den Tourismus auswirken?

Wird die zukünftige Situation vereinbar sein mit der Werbung: Landluft in Göfis? (siehe Foto)

Wie wird sich die Abfallverbrennung im großen Stil auf den  UNESCO Biosphärenpark Großes Walsertal  auswirken? (siehe Foto 1 und Foto 2)

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