Projektwerberin

21. Juli, 2023

Projektwerberin ist die Rondo Ganahl AG, die auf ihrem Betriebsgelände in Frastanz ein thermisches Kraftwerk errichten möchte.

Dabei ist vorgesehen, dass in diesem thermischen Kraftwerk durch die Verbrennung von Abfall / „Reststoffen“ Wärmeenergie und zum kleineren Teil elektrische Energie (elektrischer Strom) für den Eigenbedarf der Rondo Ganahl AG erzeugt wird.

Des weitern sollen auch andere Industriebetriebe und bis zu 500 Haushalte in Frastanz mit Wärmeenergie versorgt werden.

Bisher wird die für die Wellpappe-Herstellung benötigte Wärmeenergie durch die Verbrennung von sauberem Erdgas erzeugt.

In Zukunft sollen nur noch 20% Erdgas benötigt werden, hingegen wird der große Teil der Energie durch die Abfall-Verbrennung erzeugt.

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Zur Größe der Abfallverbrennungsanlage sei an dieser Stelle angemerkt, dass in der Eingabe des Projekts

weniger als 35.000 Tonnen Jahreskapazität angegeben werden –

laut informierten Kreisen – die Anlage tatsächlich jedoch für die Verbrennung

von 80.000 Tonnen Jahreskapazität ausgelegt ist!

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Durch dieses Projektvorhaben kann sich die Projektwerberin zukünftig von der „Energie-Einkäuferin“ zur „Energie-Verkäuferin“ wandeln.

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Das Projektvorhaben wurde in den Vorarlberger Medien in verschiedener Form präsentiert und beworben:

Im Rahmen des Bestrebens „energieautonom“ zu werden entstand das Projekt ENERGIEAUTONOMIE Frastanz.

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Für die Gemeinde Frastanz ist das Projektvorhaben Rondo Kraftwerk im Hinblick auf die zusätzlichen Steuereinnahmen und sonstigen Zuschüsse von Seiten des Landes, sowie durch die Schaffung von Arbeitsplätzen interessant.

Doch der „Preis“ – den die betroffene Bevölkerung – in erster Linie die Bevölkerung von Frastanz und Umgebung – dafür „bezahlen muss“ – wird sehr hoch sein!

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Wie hoch wird dieser „Preis“ sein – falls zukünftig am vorgesehenen Standort das Rondo Kraftwerk entsteht?

Wird es zur Belästigung der Bewohner kommen – wenn zukünftig in diesem Industriebetrieb Abfall /“Reststoff“ im großen Stil verbrannt wird?

Kommt es dadurch zur Geruchsbelästigung – wenn täglich 100 Tonnen Abfall

und nach schrittweiser Erweiterung – gemäß der „Salami-Taktik“ – noch mehr – am vorgesehenen Standort verbrannt werden?

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Und wie steht es um die Gesundheit der Bewohner, wenn in Zukunft am Standort Frastanz 35.000 Tonnen Abfall pro Jahr – und zukünftig noch mehr – jahrein jahrausohne absehbares Ende verbrannt werden?

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Obwohl es dafür keine dringende Notwendigkeit gibt bzw. es dafür besser geeignete Standorte gibt!

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Die zentrale Frage ist also: Wird es durch die Verbrennung der riesigen Menge an Abfall am Standort Frastanz in Zukunft zur Beeinträchtigung der Lebensqualität und vor allem zur Gefährdung der Gesundheit kommen?

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Wie wird sich der ständige Ausstoß von  70.000 Kubikmeter Rauchgas – und mehr – pro Stunde auf die Umwelt – und  hier insbesondere auf die Menschen, die hier wohnen, auswirken?

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Wie werden sich die Schadstoffe auf Wasser und Boden langfristig betrachtet in der betroffenen Region auswirken?

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Wurde dies bisher in Frastanz und im Land umfassend bedacht und berücksichtigt?

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